Dienstag früh stand ich schon um 5:00 Uhr mit der Fliegenrute an der Sülz um den Forellen nachzustellen. Ich liebe es wenn man morgens, bevor die Sonne so richtig aufgegangen ist, am Wasser steht, die Vögel zwitschern hört und einfach nur man selbst sein kann. Diese Stunden haben was magisches…
Aber egal, ich geh ja nicht zum genießen ans Wasser, sondern zum Fischen und das hab ich auch getan. Mit einem kleinen, roten Streamer, der mir auch am Vortag schon Erfolge brachte, wollte ich es an anderer Stelle auf die dicken Döbel versuchen, die man so häufig in der Sülz beobachten kann. Nach wenigen Würfen unter einen überhängenden Busch geschah dann das Übel, ein Karpfen von geschätzen 4 Kilo kam unvermittelt hervor und interessierte sich für meinen Streamer. Noch bevor ich reagieren und den Streamer wegziehen konnte, hatte ihn sich der Dicke bereits einverleibt und schwamm zurück in seinen Busch. Mit meiner 5er Rute und 15er Vorfachspitze hatte ich dem leider nichts entgegen zu setzen und so blieb nur der Abriss. Zum Glück entpuppte sich der Knoten an der Fliege als Schwachpunkt und somit hielten sich die Verluste in Grenzen und der Fisch wird die Fliege bereits ausgespuckt haben.
Was er allerdings nicht weiß ist, dass ich baldmöglichst mit stärkerem Material zurückkommen werde und dann is nix mehr mit abhauen…
Schlagwörter:
Karpfen,
Sülz
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Am Montag Abend war ich kurz an der Sülz um eigentlich nur schnell ein paar Stellen anzugucken, an denen ich Dienstag früh ab 5:00 Uhr für drei Stunden vor der Arbeit angeln wollte. “Zufällig” hatte ich meine Fliegenrute im Kofferraum und so wurden schnell mal ein paar Würfe mit kleinem Streamer in die Sülz vorgenommen. Schon nach relativ kurzer Zeit hing dann auch gleich eine stramme Bachforelle von +30 cm. Die hat Spaß gemacht und wird sicherlich besonders lecker, wenn sie frisch gebräunt aus dem Backofen kommt…

Schlagwörter:
Bachforelle,
Sülz
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Geschrieben von Daniel in Raubfisch, Wobbler
Gestern Abend habe ich, im Gegensatz zum (nahezu) kompletten Rest Deutschlands nicht Fussball guckend vor der Mattscheibe verbracht, sondern ich war angeln.
Ich hatte ab ca. 19:30 Uhr den Fühlinger See fast für mich allein und konnte mich dort mit meiner Spinnrute und kleinen Illex Chubbys so richtig austoben.
Die Barsche fanden das offensichtlich auch lustig und so waren sehr viele gestreifte bereit mit mir zu spielen. Ich konnte in der Zeit, in der unsere Nationalelf vier wunderschöne Tore gegen die australische Mannschaft geschossen hat, mindestens 25-30 Barsche fangen. Der größte von ihnen hatte ca. 30cm, wobei die Durchschnittslänge aber eher bei 10-20cm lag.
Egal, auch die Schniepel haben mir sehr viel Spaß bereitet, da ich jetzt schon ewig keinen Barsch mehr ans Band bringen konnte.
Zuerst fischte ich einen Chubby in Barschdekor, auf denen die Jungs richtig heiß waren. Aber auch der Wechsel auf einen orangefarbenen änderte nichts an der Angriffslust der Barsche.
Ich werde jetzt in nächster Zeit häufiger beobachten, ob und in welcher Form sich die Farben baugleicher Wobbler auf das Beißverhalten auswirken. Ich habe da zwar eine Vermutung aber wir werden sehen, ich denke das wird sehr spannend…

Schlagwörter:
Barsch,
Fühlinger See
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Am Freitag und Samstag Abend waren Kathi und ich zum Aalangeln am Rhein. Wir hatten es uns dazu am Stammheimer Ufer gemütlich gemacht und harrten der Dinge die da kommen sollten.
Platziert hatten wir uns mittig zwischen zwei Buhnen, die aufgrund des leicht erhöhten Wasserstands von 3,85m am Freitag bzw. 3,95m am Samstag überspült waren.
Ich hatte eine Rute mit einem 140gr. schweren, abgeflachten Stömungsblei an die Strömungskante gelegt und eine weitere mit einem 120gr. Tirolerhölzl in die Kreiselströmung inmitten des Buhnenfelds. In diesem Bereich ist der Untergrung überwiegend kiesig mit vereinzelten größeren Steinen. Dadurch ist zum einen die Hängergefahr reduziert und zum anderen gibt es so auch weniger Aufenthaltsflächen für Grundeln, da diese Steine benötigen um sich daran anzusaugen.
Gegen 22:30Uhr hatte ich dann den ersten Biss und ein fingerdünnes Äälchen fiel zum Glück beim aus dem Wasser heben wieder vom Haken zurück ins nasse Element. Schon um 23:00Uhr ging es dann los, der erste gute Aal des Abends landete “im Sack” und so ging es dann weiter, bis gegen 0:30Uhr die Beißphase endete.
Wir hatten am Freitag Abend 4 Aale, davon 2 gute sowie zusätzlich zwei Verluste im Drill zu verzeichnen. Am Samstag ging es dann nicht ganz so gut weiter, da die Temperatur durch einen Wetterumschwung deutlich gesunken war. An diesem Abend konnten wir trotz ständig leergefressener Haken lediglich einen guten Aal landen.
Interessant war, dass die Rute, die auf der Sandbank in der Kreiselströmung mit Abstand die meisten Bisse zu verzeichnen waren. Ich werde das weiter beobachten…
Schlagwörter:
Aal,
Rhein
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Wie bereits geschrieben hat es mit meinem Blauen Marlin auf den Kapverden geklappt. Ich hatte eine Ausfahrt auf der Happy Hooker 1 mit dem deutschen Kapitän Berno gebucht. Berno ist auf Sao Vicente ein absolutes Urgestein. Er war einer der ersten in Mindelo und hat das Sportfischen dort erheblich mitgeprägt. Außerdem kennt er die Gewässer dort wie kaum ein anderer. Sicherlich ist das auch keine Fanggarantie aber an unserem Angeltag hatte wir das dazugehörige quentchen Glück und somit war uns ein Strike vergönnt.
Der erste Biss saß sofort und der Fisch blieb hängen. Ich hetzte in den Kampfstuhl und konnte aus dem Augenwinkel sehen, wie dieser riesen Fisch in voller Länge aus dem Wasser sprang. Der Anblick eines springenden Marlins ist schon etwas ganz besonderes. Kurz darauf ging es jedoch los, ich musste “arbeiten” denn es galt mindestens 60-100m Schnur zurück zu gewinnen. Die Kurbelei gegen einen solchen Fisch ist absolut nicht zu vergleichen mit irgendeinem Fisch aus deutschen Gewässern. Hier sind durchaus ein wenig Muskelkraft und Ausdauer gefragt und ich war nach ca. einer halben Stunde Kampf froh, als ich mich entspannen konnte.
Das Gefühl als der Fisch endlich an Board war, war unbeschreiblich. Ausnahmsweise wurde der Fisch entnommen, was sonst absolut nicht der Fall ist. Die Fische werden i.d.R. getagged und dürfen dann wieder schwimmen. Unser Fisch wurde innerhalb einer Stunde komplett zerlegt und abgesehen von den Flossen sowie einiger Innereien wird alles verwertet. Die Bootscrew kocht selbst den Kopf und das Rückgrat aus um Fischsuppe zuzubereiten. Auch der Magen wurd gereinigt und wird verzehrt. So tut es einem dann nur noch halb so leid, dass dieser wunderschöne Fisch entnommen wurde.
Danach wurden kleinere Conaheads angehängt, um einen kleineren Marlin für Kathi zum Biss zu überreden. leider blieb es da bei zwei kurzen Anfassern, die nicht hängen blieben.
Anyway, wir hatten dadurch dann auch die Chance uns ein paar Steaks im Club Nautico, direkt an der Marina in Mindelo, frisch grillen zu lassen und ich muss sagen es war fantastisch. Leider hatten nicht alle solches Glück. Drei
Angler aus Wien, die gleichzeitig mit uns da waren, hatten an fünf Tagen nicht einen einzigen verwertbaren Biss. Obendrein verpassten die armen dann im Anschluss auch noch ihren Heimflug, weil die Kapverdische Fluglinie einen Zwischenflug gestrichen hatte. Somit saßen sie noch drei Tage auf Sal fest, bis sie dann endlich nach Hause konnten. An dieser Stelle einen herzlichen Gruß nach Wien!
Zusammenfassend kann ich sagen, dass es sich für uns mehr als gelohnt hat die Bootscharter für einen Tag zu zahlen. Wir hatten viel Spaß, auch wenn für Kathi leider kein kleiner Marlin hängen blieb.
Schlagwörter:
Kapverden,
Marlin
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