Archiv für die Kategorie: “Fliegenfischen”

Nach einem langen Winter wird es langsam besser, die Wurftechnik beginnt tatsächlich wieder den Wortteil “technik” zu verdienen und auch die Fische werden nicht mehr ständig von irre dahintreibenden Nymphen oder Nassfliegen verschreckt.
Nein, ab und an gelingt mittlerweile tatsächlich sogar das Gegenteil und ein Fisch nimmt meine Fliege anstatt davor zu flüchten. Blöd für den Fisch, gut für mich!
Gestern konnte ich auf diese Weise zwei Fische jenseits der Sülz-Satzfischgröße zum Anbiss überreden. Zuerst nahm ein ca. 30er Döbel meine Nymphe und kurze Zeit später eine ungefähr gleichgroße Äsche.

Ich kann bei beiden Fischen keine genauen Maßangaben machen, da ich keinen davon entnommen, geschweige denn berührt habe. Der große Vorteil kleiner Nymphen liegt nämlich darin, dass man den Fisch extrem schonend releasen (denglisch!!!) kann.

Apropros kleine Nymphen: beide Fische bissen auf eine von mir selbstpersönlich gebundene Nymphe!
Nun ist diese Tatsache für den versierten Fliegenfischer und -binder nicht wirklich spannend. In meinem Fall jedoch ist es das allererste Mal, dass ich einen Fisch mit einer selbstgebundenen Fliege überlisten konnte. Und das erste Mal ist ja bekanntermaßen immer etwas besonderes…

Dieses spezielle Muster wurde also umgehend “beurlaubt” und bekommt zum nächstmöglichen Zeitpunkt, spätestens also wenn wieder “DSDS” oder ein ähnliches trash-TV-Format läuft und Kathi mich durch gucken eben dieser Sendung von der Couch verbannt, viele kleine Brüder und Schwestern gebunden. Und dann wartet mal ab ihr Fische…

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Der Wasserstand geht endlich zurück und liegt mittlerweile wieder im fischbaren Bereich. Auch die Wassertrübung ist erträglich und somit kann sehr schön auch mit kleinen Fliegen gefischt werden.
Am Samstag musste ich das Fischen auf Grund einer vorbeiziehenden wilden Horde von Kanufahrern breits nach einer halben Stunde wieder einstellen.
Die Jungs hatten nicht nur so viel Unruhe ins Wasser gebracht, dass jede Forelle sich in die tiefsten Winkel ihres Verstecks zurückgezogen hatte sondern es durch wildes Paddeln und Wellenwurf auch so eingetrübt, dass selbst der Fisch mit den schärfsten Augen keinen Köder mehr hätte entdecken können.
Da ich aber auch keine Lust hatte zu warten bis sich alles wieder normalisiert, gab ich es für den Tag auf und besuchte die Sülz am Sonntag wieder.
Am Sonntag Nachmittag probierte ich es also zuerst mit kleinen Nymphen, auf die ich auch die ersten vorsichtigen Zupfer verzeichnen konnte. Immer wenn die Sonne hinter den Wolken hervor kam, fingen die Fische sofort an zu steigen. Also wurde kurz entschlossen eine kleine, graue Trockenfliege angebunden, die auch unzählige Male attakiert wurde.
Leider ließen sich die großen Vertreter der Bachforellen nicht blicken und so endete der Saisonstart nur mit Babyforelle aber vielen schönen Eindrücken und einem kleinen Vorgeschmack auf die noch junge Saison.

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Noch achtmal schlafen bis zum Start in die Forellensaison 2010. Acht Tage qualvollen Wartens, gefüllt mit fast stündlichen Checks der Wasserstand- und Wetterprognosen.
Die Fliegenrute ist frisch poliert, die Rolle gereinigt, gefettet und die Schnur entkringelt und gestreckt. Alle Fliegen sind sorgfältig sortiert, gekämmt und warten geduldig auf ihren ersten Einsatz des Jahres. Sämtliche Ausgaben einschlägiger Fachmagazine sind nochmals auf den kleinsten Hinweis auf die Frühjahrsangelei durchforstet, alle relevanten Videos auf Youtube sind geguckt und selbst „Aus der Mitte entspringt ein Fluss“ musste zur Ablenkung herhalten.
Nichts ist mehr zu tun, nichts was die Zeit bis zum Start der Saison verkürzen kann. Das Leben kurz vor Ende der Schonzeit kann so grausam sein…

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Vor kurzem hatte ich die Gelegenheit zusammen mit Kathi an einem Einsteigerkurs für Fliegenfischer teilzunehmen. Seit diesem Wochenende lässt mich die Flugangelei nicht mehr los. Ich “verschlinge” geradezu die aktuellen (und auch nicht mehr ganz so aktuellen) Fachmagazine und hab mir sogar Podcasts zum Thema Fliegenfischen abonniert. Am morgigen Freitag habe ich nun einen Tag frei und werde, wie solls auch anders sein, zum Fliegenfischen an die Sülz fahren.
Was mich in diesem Zusammenhang jetzt aber beschäftigt ist die Tatsache, dass einen solch eine neu erlernte (oder zumindest in Grundzügen angeeignete) Angelart so komplett einnimmt. Liegt es tatsächlich an der “Faszination Fliegenfischen”, an der “Magie”, die dieser Art des Angelns nachgesagt wird? Oder ist es einfach nur das neue, das unbekannte, welches einem langjährigen Hobby neue Perspektiven hinzufügt?
Ich weiß es nicht aber auf jeden Fall geht es mir wie damals mit 6 oder 7 Jahren, als ich meine ersten Angelversuche mit Pfefferrohr-Rute und Teig auf Plötzen unternahm. Es ist spannend und ich hoffe dieses Gefühl wird nicht allzu schnell schwächer…

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Heute war ich an der Agger in Loope zum Fliegenfischen. Die Tageskarte kostet 10€ und ist somit erschwinglich. Am Looper Stück angekommen war ich erst ein wenig enttäuscht, da der Fluss hier durch bewohntes Gebiet fließt und auch optisch nicht viel her macht. Außerdem ist hier jede Angelart erlaubt und dem entsprechend waren die interessantesten Stellen auch schon von Posenanglern besetzt.

Agger

Ich wollte schon wieder nach Köln zurück fahren, als ich einen  anderen Fliegenfischer entdeckte. Nach ein paar gewechselten Worten war ich dann recht schnell überzeugt, es doch einmal an der Agger zu probieren. Der Angler, Phil,  kommt dort aus der Gegend und verssicherte mir, dass die Agger ein wirklich Fischreicher und mit einigen guten Fischen besetzter Fluss sei.

Bereits der fünfte oder sechste Wurf mit Streamer am sinkenden Vorfach brachte mir eine 25er Bachforelle. Es stellte sich heraus, dass das die Standartgröße dort ist. Im Laufe des Tages konnte ich noch einige weitere Forellen derselben Größe überlisten. Das war gut, denn ich konnte an dem Tag sehr gut die Bisserkennung beim Nymphen- und Streamerangeln üben. Auch die vielen, zum Teil gemähten, Uferwiesen machten es leicht zu werfen und somit die eigene Wurftechnik zu verbessern. Alles in allem ist das Looper Aggerstück ein nettes Stück Fluss für Anfänger oder für einige kurzweilige Spaßangelstunden.

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