Archiv für die Kategorie: “Friedfisch”

Neulich war ich mit meinem Kumpel Willi auf dem Hö-See zum Angeln verabredet. Wir mieteten uns ein Boot und wollten Barsche und Zander überlisten. Das klappte am Anfang, zumindest mit den Barschen, auch ganz gut. Im Krautfeld konnten wir einige schöne gestreifte Gesellen Drop-shottend ans Band zaubern. Danach war jedoch erstmal Flaute.

Wir umrundeten den gesamten See ohne wirkliche Erfolge. Selbst der Einsatz unserer rafiniertesten Finesserigs verhalf uns nicht zu einem der gewünschten Zander. Ein genauerer Blick ins Wasser zeigte allerdings auch, warum da nichts ging. Riesige Schwärme von Brutfischen in verschiedenen Größen verdunkelten das Wasser einiger Bereiche des Sees. Ich entschied mich daher mein kleines Spinnrütchen mit einem Kleinstwobbler, nicht viel größer als mein Daumennagel, zu bestücken.

Schon nach wenigen Würfen hatte ich den ersten Biss. Der vermeintlich gute Barsch entpuppte sich allerdings schnell als mittlerer Blei, der den Wobbler voll im Maul hängen hatte. Begleitet von Lachen über diesen “Raubfischerfolg” flog der Wobbler wieder ins Wasser, um kurz darauf von einer stattlichen, golden schimmernden Rotfeder “gefressen” zu werden. Ich hatte den nächsten “Räuber” dran. Dieser wunderschöne Fisch durfte nach einem Erinnerungsfoto wieder Schwimmen. Nun war ich angefixt. Ich wollte wissen, ob ich nicht noch weitere Friedfische mit dem Kunstköder überlisten kann. Um es kurz zu machen, drei weitere Rotfedern konnten dem vermeintlichen Brutfisch nicht wiederstehen. Eine davon würde ich sogar als Kapital bezeichen.

Dieses Erlebnis mit den friedlichen Räubern war sehr spannend und ich bin mir sicher, dass ich auch in den nächsten Jahren zur Zeit der massenhaften Brutfische wieder mit Kunstködern auf Friedfische angeln werde. Erfolg brachten mir übrigens kleine Salmo Hornets in Barsch- und Weißfischdesign…

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Am Samstag war ich mal wieder mit meinem besten Freund zum Nachtangeln an der Dahme. Wir erreichten die gewünschte Stelle bereits am Nachmittag gegen 16.00 Uhr und wollten es zunächst auf Karpfen probieren. Also, schnell das Futter zusammengemixt und rein ins Wasser damit. Die Montagen flogen direkt hinterher und wir machten es uns auf unseren Stühlen gemütlich. Während wir da so saßen und der Dinge harrten, die da kommen sollten, spritzen ständig kleine Brutfische panisch aus dem Wasser. Da war also ein Rudel Barsche am Rauben, direkt vor unseren Nasen und wir hatten keine Spinnruten dabei! Toll! Blödes Karpfenangeln!

Naja, war ja nicht zu ändern. Nach einer ganzen Weile konnte ich dann wenigstens einen guten Biss auf Mais verzeichnen. Ich rechnete zunächst mit einem kleineren Karpfen, der sich aber nach wenigen Kurbelumdrehungen als größerer Blei, in Fachkreisen auch Klodeckel genannt, entpuppte. Aufgrund der gefühlten 1Mio. Gräten wanderte dieser schleimige Geselle nach dem Keschern nicht in die Pfanne, sondern zurück in sein angestammtes Element.

Blei

Als es dunkel wurde, wurden auch die Ruten umgebaut um dem Zielfisch Aal nachzustellen. Leider wollten die Jungs aber nicht mit uns spielen. Stattdessen bekam ich gegen 0.30 Uhr einen hammerharten Biss auf Tauwurm. Nach dem Anschlag gab es ein platschen an der Oberfläche, dass ich dachte ein Kind wäre ins Wasser gefallen. Leider saß der viel zu kleine Haken nicht und somit konnte ich das Monster vom River Dahme nicht fangen… Aber ich werde zurück kommen!

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Gerade ebend hab ich ein wenig in meinen Fangbildern gestöbert und bin dabei auf eines gestoßen, das ich schon beinahe wieder vergessen hatte. Und zwar handelt es sich um ein Bild eines Karpfens, den mein Bruder im vorigen Jahr an der Strippe hatte. Dieser Karpfen war zwar nicht besonders groß aber er war trotzdem etwas besonderes. Bei einem Menschen würde man ungefähr sagen “er hatte ein Aussehen, das nur eine Mutter lieben kann”.

Karpfen

Aber mal im Ernst, dieser Karpfen war wirklich anders als “normal”. Er war sehr hochrückig und dafür eher kurz. Abgesehen von Kopf und Schwanz quasi Tellerrund. Die Körperform erinnert eigentlich mehr an einen Discusfisch im Aquarium. Ist schon komisch, was die Natur da manchmal hervor bringt.

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Meine Freundin, Kathi, kommt aus Köln. In unserem gemeinsamen Urlaub in Südafrika hat sie mich sehr oft beim Angeln begleitet und das hat ihr Spaß gemacht. Nun hat sie sich entschlossen, selbst ihren Fischereischein zu machen, was mich als alten Angler natürlich wahnsinnig freut.

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Heute gings nach Brusendorf auf Karpfen. Das Wetter war echt super, die Sonne schien, es waren ca. 17 °C und der Luftdruck seit zwei Tagen konstant. Ich hab mit nem knappen Kilo Karpfenfutter aus Polen und Dosenmais angefüttert und schon nach ner knappen halben Stunde waren die Karpfen am Platz. Das Futter hat mich echt überzeugt. Dann ging es Schlag auf Schlag, die haben gebissen wie die wilden. Allerdings nur auf vier bis sechs Maden am kleinen Häkchen. Sowohl Mais als auch Wurm wurden Verschmäht. Leider waren das anfänglich alles “nur” Satzkarpfen und somit hatte ich schon Angst, dass aus meinem geplanten Karpfenfilet in Buttermilch nichts wird. Zwei von den Jungs waren dann aber doch noch etwas größer und durften somit die Reise in meinen Kochtopf antreten. Einige hatten echt hässlich aussehende Verletzungen, keine Ahnung woher.

Verletzung

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