Archiv für die Kategorie: “Raubfisch”

Bald gehts los und die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Es geht in Urlaub ins südliche Afrika, genauer gesagt auf eine Safari von Kapstadt über Namibia, Botswana, Simbabwe zu den Victoriafällen. Klar ist da auch ne Rute dabei und natürlich ist die Vorfreude auf die kampfstarken Welse im Orangeriver, sowie auf die Kupferhaie in Swakopmund groß. Ungleich neugieriger bin ich allerdings auf die Tigerfische im Sambezi. Auch wenn es die denkbar schlechteste Zeit des Jahres ist um es auf diese Räuber zu probieren, eine gute Hand voll Wobbler und andere Kunstköder liegen dennoch bereit. Getreu dem Motto “wer es nicht versucht, der fängt garantiert nichts”.
In diesem Sinne, Berichte inkl. (hoffentlich) vieler Fangbilder werden folgen.

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Am Freitag wollte ich es nochmal wissen. Bevor es richtig kalt wird, sollte es noch einmal auf Wels an den Rhein gehen. Die Montage dazu wurde mit U-Pose und Tauwurmbündel ins ausgespülte Loch am Buhnenkopf einer besonders tiefen Buhne ausgelegt.

Das Ergebnis, 1,35m:

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Gestern abend war ich für 1,5 Stunden am Rhein um ein bissl auf Barsche zu angeln. Leider ist der Wasserstand zur Zeit sehr hoch und die Strömung entsprechend kräftig. Hinzu kommt eine Milchkaffe-Färbung, die das Angeln auf Sichträuber nicht leichter macht. Ich entschied mich daher für den Einsatz von ASPs, da diese 1. sehr starke Vibrationen abgeben, die von den Fischen wahrgenommen werden und 2. durch ihr hohes Eigengewicht in Kombination mit dem kleinen Körper sehr gut mit starker Strömung klar kommen und nicht sofort an die Oberfläche gedrückt werden.
Leider brachten sie mir trotz all dem auch nach gefühlten 1.000 Würfen keinen Erfolg. Frustriert kramte ich in meiner Tasche und band einen Kopyto an, den ich aber gleich nach zwei/drei Würfen irgendwo in einem mitgespülten Baumstamm festsetzte und abriss. Ich wollte eigenlich zusammenpacken, als beim Schließen meiner Tasche mein Blick auf einen kleinen Effzett-Nachbau von Suxxess (?) fiel. Keine Ahnung woher ich den habe aber ich dachte, dass ein paar Würfe damit nicht schaden können.

Gesagt, getan. Rangeknüppert und schon beim zweiten Wurf gabs einen Biss direkt an der Uferkante. Völlig überraschend hing da doch tatsächlich ein Fisch, der sich als ca. 50er Zander entpuppte an meiner Angel. So kann ich mittlerweile auch sagen, dass mir das Drillverhalten der Urban Spirit richtig gut gefällt. Eine stramme Rute, bei der ich mich schon sehr auf größere Fische freue.
Also, auch bei Hochwasser beißen die Fische, man muss ihnen nur den richtigen Köder servieren ;)

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Bisher habe ich hier in Köln noch nicht das optimale Stillgewässer gefunden um auf Barsche und Hechte zu angeln. Im besten Fall sollte man dort auch vom (Belly-)Boot aus angeln können.
Am Freitag vormittag war ich daher ein für mich neues Gewässer testen. Es handelt sich dabei um einen kleinen See in Rath/Heumar an der Autobahn, für den es Tageskarten (7,50 €) gibt. Der erste Eindruck gefiel mir sehr gut, das Wasser ist recht klar und etwas verkrautet, ein typisches Hecht-, Barsch-, Karpfengewässer also. Gefischt habe ich mit Gummis, Wobblern wie dem Chubby und Skirted Trailer Jigs mit Gummikrebs. Auf diese Weise konnte ich einen Barsch an Land bringen sowie zwei Hechtnachläufer auf den Trailer Jig verbuchen, die jedoch nicht so richtig zupacken wollten bzw. den Haken bei halbherzigen Bissen verfehlten.
Beobachten konnte ich auch einen ca. 50cm Schuppenkarpfen, der gemütlich vor meinen Füßen vorbei schwamm. Nun kann man natürlich nach einem Besuch noch keine Einschätzung über ein Gewässer geben und daher werde ich mir den See im September ein zweites mal ansehen. Vielleicht sind dann die Barsche und vor allem die Hechte etwas beißfreudiger. Ich werde berichten…

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Am Dienstag hat es geklappt, ich habe meinen ersten nennenswerten Wels auf die Schuppen legen können. Nachdem ich vor zwei Wochen ein Guiding, mit dem Ziel mir die Welsangelei näher zu bringen, gebucht und mir das nötige Equipement gekauft hatte, hat es jetzt beim zweiten Ansitz schon gleich gerummst. Gegen 22:45 Uhr bimmelte das Glöckchen an meiner hoch aufgerichteten Welsrute. Ich hatte sie mit einem Tauwurmbündel an der U-Posen-Montage direkt am Buhnenkopf ins ausgespülte Loch ausgelegt. Das bimmeln war anfangs so leicht, dass ich dachte irgendwelches Treibgut sei mir in die Schnur getrieben. Diese Annahme entpuppte sich dann allerdings sehr schnell als Fehlannahme. Der Zug auf die Rute wurde deutlich stärker und als ich den Anschlag setzte, merkte ich sofort, dass ich es mit keinem kleinen Wels zu tun hatte, dar Adrenalinspiegel ging augenblicklich hoch. Der Fisch hatte ordentlich Kraft und auf Grund eines wackligen Stands auf den Steinen der Buhne schaffte er er doch tatsächlich mich ins Stolpern zu bringen. Zwei-drei Schritte musste ich auf ihn zu machen um nicht zu stürzen.

Keine Ahnung wie lange ich ihn gedrillte hab, aber irgendwann konnte ich dann endlich meinen ersten Waller im Schein der Kopflampe sehen. Der Anblick versetzte mir dann den nächsten Adrenalinkick. Ich hatte noch nie in einem heimischen Gewässer einen solchen Fisch gefangen. Schnell wurde mir bewusst, dass ich gleich in dieses riesige Maul, in dem irgendwo auch mein Drilling steckte, meine Hand würde hineinschieben müssen, um den Fisch per Wallergriff zu landen. Nach kurzem Zögern zog ich mir mit der freien Hand mein T-Shirt aus, wickelte es um meine rechte Hand, griff zu und konnte den Waller sicher an Land bringen.

Mein erster Rheinwels war besiegt und ich war überglücklich. Das Maßband zeigte auf den Zentimeter genau 1,50m, mein persönlicher Rekord.

Waller aus dem Rhein

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