Am 1.04.08 war es endlich wieder soweit, die Hechtschonzeit wurde offiziell beendet und die Räuber waren frei. Ich stand also ab dem frühen Morgen am Wasser und habe einen Jerkbait nach dem anderen durch den kleinen brandenburgischen Waldsee gezogen…es passierte, abgesehen von einem lustlosen Nachläufer nichts! Zu allem Überfluss hab ich dann auch noch einen meiner Piketime-Jerks in nen umgestürzten, kleinen Baum gehakt, aus dem ich ihn so ohne weiteres nicht befreien konnte. Dummerweise war der Baum noch mit dem Ufer verwachsen, so dass ich ihn auch nicht aus dem Wasser ziehen konnte, ohne ihn vorher abzusägen. Na toll, sollte so die Saison starten? Frustriert flog der Jerkknüppel ins Auto und wurde erstetzt durch eine kleine und feine Spinnrute nebst 3er Mepps in rot. Ich wollte wenigstens noch den einen oder anderen Barsch überlisten, da ich Schneidertage hasse. Ja, ich bekenne mich dazu, ich gehe Angeln um nen Fisch zu fangen. Die Natur zu genießen ist zwar schön, aber sekundär, sonst bräuchte ich ja keine Rute mit mir herum zu schleppen! Jedenfalls hatte ich nach einigen Würfen doch tatsächlich ein dickes, gestreiftes, wenn auch hochschwangeres Barschmädel am Haken. Ich schätze sie auf ca.40 cm, hab sie aber wegen ihrer besonderen Umstände weder gemessen noch fotografiert. Kurz darauf gab es dann doch noch den ersten, wenn auch kleinen, Esox der Saison. Auf einen kleinen Spinner, die Welt ist doch komisch!

erster Hecht 2008

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