So, mein Anglerleben hat sich rapide geändert. Aus dem Süden Berlin hat mich mein Leben, genauer gesagt die Liebe meines Lebens, nach Köln verschlagen. Hier lebe ich nun in einer wunderschönen Wohnung, ca. 300m vom Rhein entfernt. Das ist aus anglerischer Sicht sicher eine durchaus angenehme Entfernung zum Wasser.

Aus diesem Grund hat es dann auch nicht lange gedauert, bis ich meine ersten Würfe mit Gummis in die Fluten des Rheins vornehmen konnte. Schon der erste Wurf bracht mir gleich einen kapitalen Hänger. Wellcome to Cologne! Nach einer halben Stunde und etlichen weiteren Köderabrissen habe ich dann frustriert eingepackt. Der erste Versuch muss somit als maximaler Misserfolg gewertet werden.

Einige Tage später ging es dann mit Naturködern am Grundblei auf die gleiche Buhne. Ich wollte meine erste Barbe fangen. Bereits nach kurzer Zeit (und zwei Hängern) konnte ich diese dann auch zum Landgang überreden. Es handelte sich allerdings um ein Barben-Baby, das sofort und ohne Foto wieder schwimmen durfte. Insgesamt brachte auch der zweite Tag am Rhein nur diese eine Barbe, die allerdings mit reichlich Lehrgeld in Form von Blei und Haken bezahlt wurde.

Ganz anders sah dann schon mein erster Aal-Abend aus. Diesmal platzierte ich mich und die Ruten  nicht auf, sondern zwischen den Buhnen. Innerhalb von ca. 2,5 Stunden konnte ich dort drei Aale fangen, von denen der größte es auf stolze 75 cm und den Umfang einer 0,33l Flasche Kölsch (sone Art Bier, das die Einheimischen hier in Köln zu trinken pflegen ;-) ) brachte.


Reissdorf-Aal
Reissdorf-Aal


Gebissen haben sie alle drei auf eine einfache Grundmontage mit Tauwurm, der durch ein Stück Pop-Up-Foam zum Auftreiben gebracht wurde. Das Angeln zwischen den Buhnen reduzierte die Hänger- und erst recht die Abrissrate auf ein minimum.

Aale aus dem Rhein

Auch weitere Abende brachten immer wieder den einen oder anderen Aal, sodass ich an drei von vier Abenden erfolgreich war…ein guter Schnitt im Vergleich zur Dahme.

Was das Spinnen betrifft, so bin ich noch immer auf der Suche nach einem Kölner Angler, der mich mal “an die Hand nimmt” und mir eine Starthilfe für das Rheinangeln gibt.

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