Posts Tagged “Blei”

Endlich wieder was zum schreiben!...

...war mein erster Gedanke, als ich der ersten Fisch 2009 am Band hatte. Da kann man doch mal sehen, wie das World Wide Web einen versaut! Anstatt mit all meinen Gedanken ganz beim Fisch zu sein, dachte ich daran, dass ich nun endlich wieder etwas sinnvolles in mein Blog schreiben kann. Nunja, so ist das wohl im digitalen Zeitalter.

Nach mehreren erfolglosen Angelversuchen am Rhein, war ich am 28. Februar mal mit einem Kollegen an der Erft.
Hier herrschen das ganze Jahr über Wassertemperaturen von ca. 15 C°. Angeblich wird die Erft durch warmes Grundwasser gespeist, genau weiß ich das allerdings nicht. Auf jeden Fall sind die Fische hier ganzjährig aktiv und es werden auch im tiefsten Winter immer wieder sogar Aale gefangen. Wir hatten für tagsüber einen Ansitz auf Friedfisch geplant und nach Sonnenuntergang sollte es auf Aal und Wels gehen. Die Rechnung ging nur teilweise auf. Wir konnten zahlreiche, bunt gemischte Friedfische überlisten. Angefangen von Brassen, über Roaugen, Döbel bis hin zu Barben war alles dabei.

Die Räuber jedoch wollten nicht so wirklich. Nicht ein Aal und erst recht kein Wels wollte sich unserer erbarmen. Egal, es war ein schöner Tag bei frühlingshaften Temperaturen und nicht zuletzt das “Angrillen” konnte uns somit über den Mangel an Raubfischen hinwegtrösten.

Blei
Blei

Grill
Grill

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Am Samstag war ich mal wieder mit meinem besten Freund zum Nachtangeln an der Dahme. Wir erreichten die gewünschte Stelle bereits am Nachmittag gegen 16.00 Uhr und wollten es zunächst auf Karpfen probieren. Also, schnell das Futter zusammengemixt und rein ins Wasser damit. Die Montagen flogen direkt hinterher und wir machten es uns auf unseren Stühlen gemütlich. Während wir da so saßen und der Dinge harrten, die da kommen sollten, spritzen ständig kleine Brutfische panisch aus dem Wasser. Da war also ein Rudel Barsche am Rauben, direkt vor unseren Nasen und wir hatten keine Spinnruten dabei! Toll! Blödes Karpfenangeln!

Naja, war ja nicht zu ändern. Nach einer ganzen Weile konnte ich dann wenigstens einen guten Biss auf Mais verzeichnen. Ich rechnete zunächst mit einem kleineren Karpfen, der sich aber nach wenigen Kurbelumdrehungen als größerer Blei, in Fachkreisen auch Klodeckel genannt, entpuppte. Aufgrund der gefühlten 1Mio. Gräten wanderte dieser schleimige Geselle nach dem Keschern nicht in die Pfanne, sondern zurück in sein angestammtes Element.

Blei

Als es dunkel wurde, wurden auch die Ruten umgebaut um dem Zielfisch Aal nachzustellen. Leider wollten die Jungs aber nicht mit uns spielen. Stattdessen bekam ich gegen 0.30 Uhr einen hammerharten Biss auf Tauwurm. Nach dem Anschlag gab es ein platschen an der Oberfläche, dass ich dachte ein Kind wäre ins Wasser gefallen. Leider saß der viel zu kleine Haken nicht und somit konnte ich das Monster vom River Dahme nicht fangen… Aber ich werde zurück kommen!

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Nach meinen gestrigen Erfolgen wollte ich heut mal einige neue Dinge testen. So fischte ich gleich zu Anfang an meiner Stammschleuse mit einem feuerroten Kopyto. Schon der dritte oder vierte Wurf war von Erfolg gekrönt und ich fing einen schönen Barsch. Als ich diesen in der Hand hielt, kam er mir sehr bekannt vor. Ich fotografierte ihn und verglich dann das Foto mit denen von gestern und was soll ich sagen, den Burschen hatte ich einen Tag zuvor schon mal gefagen (vgl. letztes Bild von “Schleusenüberraschung” mit folgendem). Ich glaub der mag mich!

Barsch

Danach ging es an ein Wehr etwas oberhalb, das ich zuvor noch nie so richtig befischt hatte. Das Wasser dort ist etwas tiefer und die Strömung weniger stark. Somit war es erforderlich, den GuFi mehr zu jiggen, als ich es sonst an “meiner” Schleuse tue. Aber auch dort hatte ich recht schnell erfolg. Ein kleiner Esox fand meinen Kopyto zum Anbeißen. Nach einem Hänger mit Abriss, entschied ich mich es auch einmal mit einem Spinner zu versuchen. Ich montierte einen roten 2er Mepps Agila und nach ein paar Würfen bekam ich einen wirklich guten Fisch an den Haken. Zuerst wusste ich nicht, was das für einer sein soll, ich vermutete einen großen Zander. Der Drill war wirklich extrem aufregend und echt geil. Der Fisch stellte sich quer in die Strömung, schwamm in die Tiefe, nach links und rechts, ich wusste das ist ein wirklich großer…bis ich ihn sah. Ich hatte einen Klodeckel an der Rückenflosse gehakt. Nach einem kurzen Moment der Enttäuschung konnte ich mich aber doch daran erfreuen, da dieser Blei mir ja immerhin den schönsten Drill des Tages bescherte. Vorsichtig wurde er vom Spinner befreit und nach einem kurzen Erinnerungsfoto durfte er wieder schwimmen.

Blei

Den Abschluss des heutigen Tages bildete dann noch ein kleiner Vielfraß, der sich da bei meinem Spinner wohl etwas überschätzt haben muss. Fazit: Viel neues probiert und doch gute Fische gefangen.

Barsch

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