Wie bereits geschrieben hat es mit meinem Blauen Marlin auf den Kapverden geklappt. Ich hatte eine Ausfahrt auf der Happy Hooker 1 mit dem deutschen Kapitän Berno gebucht. Berno ist auf Sao Vicente ein absolutes Urgestein. Er war einer der ersten in Mindelo und hat das Sportfischen dort erheblich mitgeprägt. Außerdem kennt er die Gewässer dort wie kaum ein anderer. Sicherlich ist das auch keine Fanggarantie aber an unserem Angeltag hatte wir das dazugehörige quentchen Glück und somit war uns ein Strike vergönnt.
Der erste Biss saß sofort und der Fisch blieb hängen. Ich hetzte in den Kampfstuhl und konnte aus dem Augenwinkel sehen, wie dieser riesen Fisch in voller Länge aus dem Wasser sprang. Der Anblick eines springenden Marlins ist schon etwas ganz besonderes. Kurz darauf ging es jedoch los, ich musste “arbeiten” denn es galt mindestens 60-100m Schnur zurück zu gewinnen. Die Kurbelei gegen einen solchen Fisch ist absolut nicht zu vergleichen mit irgendeinem Fisch aus deutschen Gewässern. Hier sind durchaus ein wenig Muskelkraft und Ausdauer gefragt und ich war nach ca. einer halben Stunde Kampf froh, als ich mich entspannen konnte.
Das Gefühl als der Fisch endlich an Board war, war unbeschreiblich. Ausnahmsweise wurde der Fisch entnommen, was sonst absolut nicht der Fall ist. Die Fische werden i.d.R. getagged und dürfen dann wieder schwimmen. Unser Fisch wurde innerhalb einer Stunde komplett zerlegt und abgesehen von den Flossen sowie einiger Innereien wird alles verwertet. Die Bootscrew kocht selbst den Kopf und das Rückgrat aus um Fischsuppe zuzubereiten. Auch der Magen wurd gereinigt und wird verzehrt. So tut es einem dann nur noch halb so leid, dass dieser wunderschöne Fisch entnommen wurde.
Danach wurden kleinere Conaheads angehängt, um einen kleineren Marlin für Kathi zum Biss zu überreden. leider blieb es da bei zwei kurzen Anfassern, die nicht hängen blieben.
Anyway, wir hatten dadurch dann auch die Chance uns ein paar Steaks im Club Nautico, direkt an der Marina in Mindelo, frisch grillen zu lassen und ich muss sagen es war fantastisch. Leider hatten nicht alle solches Glück. Drei
Angler aus Wien, die gleichzeitig mit uns da waren, hatten an fünf Tagen nicht einen einzigen verwertbaren Biss. Obendrein verpassten die armen dann im Anschluss auch noch ihren Heimflug, weil die Kapverdische Fluglinie einen Zwischenflug gestrichen hatte. Somit saßen sie noch drei Tage auf Sal fest, bis sie dann endlich nach Hause konnten. An dieser Stelle einen herzlichen Gruß nach Wien!
Zusammenfassend kann ich sagen, dass es sich für uns mehr als gelohnt hat die Bootscharter für einen Tag zu zahlen. Wir hatten viel Spaß, auch wenn für Kathi leider kein kleiner Marlin hängen blieb.
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Es ist vollbracht, der Blue Marlin gefangen und ich bin glücklich. Ca. 2,5 Stunden nach verlassen des Hafens hat es bereits gerummst und der erste Fisch blieb auch tatsächlich gleich hängen. Danach gab es nur noch zwei Fehlbisse. Bilder und Bericht folgen in den nächsten Tagen.
Ansonsten konnte ich auf Santo Antao einen Grouper und auf Sao Vicente einen Eidechsenfisch(?) fangen. Morgen geht es dann nach Sal, wo man von der Mole aus nachts Haie fangen können soll. Wir werden sehen
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Geschrieben von Daniel in Ruten
Was macht man als Angler, wenn man nicht angeln kann? Einige reinigen ihr Gerät, andere binden Fliegen oder bauen sich ihre eigenen Ruten. Für mich gibt es daneben, quasi als Ersatzdroge, auch noch die Planung von Angelabenteuern für die kommende Saison.
In diesem Jahr steht mir das größte Abenteuer meines Lebens bevor, meine Hochzeit, und was läge da näher als die Planung unserer Hochzeitsreise. Und damit sind nicht etwa solche Nebensächlichkeiten* wie Unterkünfte oder Ausflüge gemeint. Nein, es geht um die Frage welche Ausrüstung mitzunehmen ist, um möglichst optimal auf die dortigen fischereilichen Gegebenheiten reagieren zu können. Nichts wäre schlimmer als raubende Thune, Barracudas und Konsorten nicht richtig beangeln zu können, weil das Equipment falsch zusammengestellt wurde. Daher habe ich mir für diese Reise eine Shimano Beastmaster Reiserute, mit einem WG von 50-100 gr. gekauft, die durch einen zusätzlichen kurzen Aufsatz entweder in einer Länge von 2,70 m oder aber von 3,00 m gefischt werden kann.

- Quelle: Shimano
So ist man mit einer Rute sowohl für das Bootsangeln als auch für das Uferangeln gerüstet. Bestückt wird die Rute mit einer nagelneuen, extrem robusten Penn Slammer. Mit dieser Kombo, einer guten Schnur, diversen Poppern, Spökets, Williamson Jigs, einigen Wobblern und Gummifischen sollte eigentlich sich was ordentliches an Land zaubern lassen. Wir werden sehen.
*Da ich momentan schonzeitbedingt unter erhöhtem mentalen Stress stehe, ist diese Formulierung bitte nicht allzu ernst zu nehmen.
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Es schneit und schneit und der Frühling will einfach nicht kommen. Welch ein Elend! Womit beschäftigt man sich also in der öden Zeit? Richtig, mit Urlaubsvorbereitungen.
Bei mir geht es in diesem Jahr auf Hochzeitsreise auf die Kapverden. Das bedeutet im Moment ein gründliches Suchen nach- und Studieren von Informationen zur Angelei dort.
Leicht zu finden sind Artikel und Webseiten zum Marlinfischen. Darüber hinaus wird es schon schwieriger. Ich werde also eine starke, extra dafür angeschaffte Teleskop-Karpfenrute inkl. Rolle mit Ersatzspule und zwei unterschiedlichen Schnüren (30er und 40er Mono) mitnehmen. Außerdem eine Teleskop-Bootsrute mit Rolle zum Grundangeln vom Pier/Boot. Daneben wird mich eine Auswahl an diversen Montagen, Haken, Kunstködern und Bleien begleiten. Damit sollte ich dann für drei Wochen gerüstet sein.
Geplant ist außerdem mindestens eine Ausfahrt auf die ganz großen Sportfische der Meere – Marline. Das ist allerdings im Mai nicht so einfach, da die meisten Boote bereits ausgebucht sind. Mit ein bisschen Glück findet man aber dennoch den einen oder anderen Kapitän, der noch einen freien Tag zur Verfügung hat. Wir werden sehen…genaueres wird berichtet wenn etwas gebucht ist.
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