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Seit drei Jahren geht es nun für jeweils eine Nacht im Winter zum Angeln nach Grömitz. Das Ostseeheilbad liegt am Nordrand der Lübecker Bucht und verfügt über eine 398 Meter lange Seebrücke. Leider ist diese Brücke sehr beliebt bei Anglern und daher ist es unbedingt notwendig, rechtzeitig dort zu sein, um sich einen guten Platz zu sichern. Wer es kann, sollte versuchen an den Weihnachtsfeiertagen dort angeln zu gehen, da zu dieser Zeit relativ wenig los ist. Mein bester Freund und ich statten der Brücke am liebsten am zweiten Weihnachtsfeiertag einen Besuch ab.

Auch am diesjährigen 26. Dezember haben wir wieder den Dorschen und Platten nachgestellt. Geangelt wurde mit schweren Ruten am Grund mit Brandungspaternostern und Wattwurm. Herausgestellt hat sich dabei, dass schwach leuchtende Perlen ohne Auftrieb vor dem Haken allen anderen überlegen waren. Ich nehme an, dass bei diesen Temperaturen die Fische besonders Grundnah fressen. Kathi hatte anstelle der Brandungsruten eine starke Feederrute im Einsatz, was an diesem Spot auch völlig ausreichend ist. Da die Brücke sehr lang ist, kommt es hier nicht auf große Wurfweiten an. Man sollte vielmehr darauf achten, dass man die Fische nicht sogar überangelt. Gerade die Plattfische stehen oft in Höhe eines Drittels der Brückenlänge.
Köder waren wie immer die guten alten Wattwürmer. Zusätzlich hatten wir diesmal auch Seeringelwürmer, die aber nicht wirklich mehr Fisch an den Haken bringen konnten und somit nicht notwendig sind. Gefangen haben wir u.a. 6 maßige Plattfische für die Pfanne, sowie etliche kleine Dorsche, die aber wieder schwimmen durften.

Plattfische
Der Tagesfang

Alles in allem war es aber eher verhalten, da der angekündigte auflandige Wind leider ausblieb. Egal, es war trotzdem wieder schön Ostseeluft zu schnuppern und Weihnachtsbaum-ähnliche Paternoster durch die Gegend zu schmeißen. Dank des neu eröffneten Angelladens in Grömitz fällt jetzt auch die Wurmbeschaffung leicht und die rund 400km von Berlin aus sind ja auch nicht allzu weit.

Übrigens: die Einheimischen haben uns erzählt, dass die vielen kleinen Dorsche ein sehr guter Indikator dafür sind, dass es in den nächsten zwei-drei Jahren wieder viele und vor allem große Dorsche geben wird. Warten wirs ab…

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