Posts Tagged “Rapfen”

Über die Osterfeiertage ging es für Kathi und mich zu Besuch zu meinen Eltern nach Brandenburg. Natürlich nutzte ich die Chance um mal wieder in alten Gefilden zu “räubern”. Dafür musste ich das erste Mal in meinem Leben eine Tageskarte für DAV-Gewässer kaufen…nach 17 Jahren Mitgliedschaft. Ist schon ein komisches Gefühl aber was solls, ne Jahreskarte für Brandenburg lohnt sich nicht, wenn man in NRW lebt.
So gerüstet ging es an einen Waldsee, an dem ich in vergangenen Jahren um diese Zeit immer gut Frühjahrshechte fangen konnte.

Waldsee

Waldsee

Leider blieben die in diesem Jahr aus. Nach kurzer Überlegung entschieden wir uns deshalb es an “meiner” Schleuse zu probieren. Das war eine richtige Entscheidung. Schon nach wenigen Würfen mit kleinem Kopyto gab es einen satten Rums in der Rute und ich hatte nen dicken Fisch an der Angel. Dieser brachte meine kleine P&M Rute schon ziemlich an ihre Grenzen. Die ersten fünf Minuten blieb er einfach an seiner Stelle stehen und bewegte sich nur minimal. Dann ging es auf einmal los, als sei ihm erst jetzt bewusst geworden, was überhaupt los ist, schwamm der Bursch mit voller Fahrt stromab. Dabei konnte ich erstmalig sehen, was ich da an der Rute hatte.

DrillEs war ein ca. 80cm Rapfen, der auf Grund seines Lebens in der Strömung der Schleuse ziemlich fit war. Leider konnte ich den Burschen nicht an Land bringen, da er nach ca 10-15 Minuten Drill ausstieg. Der Spaßfakor war trotzdem extrem hoch und ich wünschte diesem Traumfisch noch ein langes Leben dort an der Schleuse.

Auch wenn sonst nichts mehr ging, da die Barsche zur Zeit mitten im Laichgeschäft waren, war das ein wunderschöner Tag in meiner kalten Heimat…

Schlagwörter:

Comments Keine Kommentare »

Boa, was sind das für wilde Viecher! Ich hatte gestern das Riesenglück einen wirklich guten Rapfen ans Band zu bekommen. Nachdem ich ewig mit allen möglichen (und unmöglichen) Oberflächenködern vergeblich versucht hab einen dieser Burschen zu fangen, hing durch Zufall beim Einholen meines Illex-Wobblers ein kleiner Ukelei gerissen am Drilling. Das dieser Ukelei dadurch eh dem Tode geweiht wäre, entschloss ich mich kurzerhand damit zu angeln.

Ich habe ihn getötet und bot ihn am Drachkovitch-System an. Um aber in Reichweite der Rapfen zu bleiben, musste ich das Sytem sehr flach einziehen, was nur mit hoch gehaltener Rute und sehr schnellem gekurbel ging. Nach dem dritten Einholen hing der Ukelei allerdings wegen der Strömung und der harten Würfe schon sehr gekrümmt am System. Da ich aber zu faul war ihn wieder richtig zu rücken, warf ich ihn einfach so aus.

Dahme-Rapfen
Dahme-Rapfen

Bereits nach der dritten Umdrehung krachte es in der Rute und der Tanz began. Ich hatte einen Rapfen überlistet. Dass das kein kleiner war, wurde mir sehr schnell bewusst und ich hatte Mühe ihn zu kontrollieren. Nach endlosen zwanzig Minuten gab er sich dann geschlagen und ich konnte einen wirklich guten Rapfen landen. Dieser durfte nach Abschätzen des Gewichts und einem Erinnerungsfoto wieder schwimmen, wofür er sich mit einem kräftigen Flossenschlag bedankte, der mich klitschnass werden ließ.

Schlagwörter:,

Comments Keine Kommentare »

Am 12.04. sollte es auf Hechte im Waldsee bei Märkisch Buchholz gehen. Auf Grund des vielen Regens in den letzten Tagen war das Ufer extrem überflutet und daher so weich, dass an ein vernünftiges Angeln nicht zu denken war. Ein paar trotzdem gemachte Würfe brachten auch nur einen kleinen Hecht. Also ging es an ”meine” Schleuse. Diese war wegen des vielen Wassers sehr weit geöffnet. Leider gab es deshalb eine starke Strömung und kaffeebraunes Wasser. Auch hatten wir recht stark steigenden Luftdruck zu verzeichnen und somit war es nicht verwunderlich, dass an der sonst so ergiebigen Schleuse nicht mal die Barsche beißen wollten. Dann, nach dem (gefühlten) 1.000.000sten Wurf geschah doch endlich etwas. Ich bekam einen Biss auf meinen 10cm langen, barschfarbenen Shad, den ich in gleichmäßigem Tempo eingeholt hatte. Ich spürte sofort, dass das kein Barsch sein konnte, der dort am anderen Ende seinen Tanz aufführte. Nein, so wie der verhält sich nur ein Rapfen. Adrenalin bahnte sich blitzschnell den Weg durch meine Blutbahn. Ich fischte mit einem 2.10m kurzen Rütchen mit 2-7g Wurfgewicht und ner 8er Fireline, mit solchem leichten Tackle gab das nen ordentlichen Drill. Letztlich konnte ich den Burschen sicher landen und nach einem kurzen Erinnerungsfoto durfte er dann auch wieder seinem Laichgeschäft nachgehen. Der Tag war also doch noch gerettet, ich war glücklich und die neue Rute eingeweiht.

Rapfen 12.4.

Schlagwörter:

Comments Keine Kommentare »